Weiße Heimweste gewahrt – VfL bezwingt Rhein Vikings 24:19

 1789 Zuschauer verfolgten den 3. Sieg im 3. Heimspiel des VfL Lübeck-Schwartau. Gegner war der HC Rhein Vikings, die Spielgemeinschaft aus Düsseldorf und Neuss. Zuschauen musste leider kurzfristig auch Thees Glabisch, der wegen einer Ellenbogen-Verletzung nicht einsatzbereit war.

Es war ein stimmungsvoller Sonntagnachmittag in der Lübecker Hansehölle. Das lag zum einen am starken HC Rhein Vikings und seinem gut hörbaren Anhang, denen das frühe Aufstehen (Abfahrt Düsseldorf um 07:00 Uhr) zu Beginn kaum anzumerken war, zum anderen aber auch einer starken Schwartauer Mannschaft, die sich die Saison-Punkte 7 und 8 redlich verdient hat.

Gleich zu Beginn wurde deutlich, worauf es in diesem Spiel ankommen sollte: Beide Abwehrreihen standen kompakt und waren sehr beweglich, sodass das erste Tor des Spiels erst in der 5. Minute fiel (0:1). Ebenfalls bezeichnend: es war ein Tor über den Kreisläufer Bennet Johnen (mit 6 Treffern erfolgreichster Gäste-Torschütze), der über die gesamte Spieldauer für viel Gefahr sorgen sollte.

Auf Lübecker Seite stand ein guter Mittelblock (Köhler / Genda), und dahinter zeigte ein glänzend aufgelegter Dennis Klockmann (15 Paraden / 45 % gehaltene Bälle), warum er zu den Top-Keepern der Liga gehört. Darüber hinaus schaffte es der VfL, den Rückraum der Rheinländer um Ivan Milas und Alexander Oelze (jeweils 2 Treffer) fast vollkommen zu neutralisieren.

Knappe Führung hatte lange Bestand

Nach dem Rückstand zu Beginn des Spiels konnte der VfL Lübeck-Schwartau schnell die Führung übernehmen, allerdings ohne sich wirklich entscheidend von den Gästen abzusetzen. Dies gelang erst, als sich der VfL Mitte der ersten Halbzeit besser auf das Kreisspiel der Gäste eingestellt hatte und Antonio Metzner drei Treffer in Folge erzielte.  Pawel Genda und Markus Hansen (mit einer kraftvollen Einzelaktion) sorgten in der 25. Minute für die erste Drei-Tore-Führung. Aber es blieb bei einem intensiven Fight, der mit einem Lattentreffer und einem 13:9 für die Schwartauer in die Pause ging.

Wechselbad nach der Halbzeit

„Es war ein richtig schweres Spiel mit zwei guten Abwehrreihen“, fasste Trainer Torge Greve das Spiel in seinem Statement zusammen. Dabei kam der VfL nach der Halbzeit etwas besser ins Spiel und ließ die Führung bis zur 45. Minuten auf fünf Tore anwachsen. Aber die Entscheidung war das noch lange nicht. Nach größerem Redebedarf des Vikings-Trainers Klatt (zwei unmittelbar aufeinander folgenden Auszeiten) konnten sich die Gäste mit enormer Kraftanstrengung wieder auf ein Tor heranarbeiten (19:18, 46. Min.). Klatt „Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird. Wir wollten unseren Kreis und die Außen gut ins Spiel bringen. Das ist uns auch gut geglückt. Am Ende allerdings fehlte uns die Kraft, um Zählbares aus Lübeck mitzunehmen.“

Schwindende Kraftreserven der Düsseldorfer waren vielleicht ein Grund für die Entscheidung, wichtiger aber war: Dennis Klockmann und seine Defensivabteilung legten noch einmal eine Schippe drauf und ließen die Gäste ab Mitte der zweiten Halbzeit ein ums andere Mal verzweifeln. So konnten sich die Lübecker bis zur 57. Minute wieder auf fünf Tore absetzen, eine Führung, die bis zum Ende des Spiels Bestand haben sollte (24:19).

Die Trainerstimmen zum Spiel  

Gäste-Trainer Ceven Klatt bilanzierte das Spiel: „Es war ein verdienter Sieg der Schwartauer, denen ich hiermit gratuliere. Ich habe ein Spiel mit zwei guten Abwehrreihen gesehen, mit dem besseren Ende für den VfL – ich kann aber meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles gegeben.“

„Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meiner Mannschaft“, sagte Torge Greve, „wir haben den starken Rückraum des Gegners in Schach gehalten und auch in der zweiten Halbzeit, als mit dem schnellen Felix Handschke noch einmal neue Impulse in das Spiel gebracht wurden, hatten wir gute Antworten parat. Nur 19 Gegentore sprechen für sich.“ Zur eigenen Angriffsleitung sagte Greve: „Auch wir haben das Tempo das gesamte Spiel über hochgehalten. Ich habe am Anfang eine Formation gewählt, die im Abwehr-Angriff-Spiel ohne Wechsel ausgekommen ist. Damit konnten wir den Gegner bereits im Rückzug unter Druck setzen und haben einige Tore in der ersten und zweiten Welle erzielt.“

Alles in allem: ein toller VfL-Erfolg, der bereits Minuten vor dem Abpfiff von stehenden Ovationen der Fans begleitet wurde. Dies und ein dritter Tabellenplatz ist der verdiente Lohn für einen engagierten Auftritt.

2018-09-25T09:41:25+00:00Montag, 24. September 2018|